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Donnerstag, 2. April 2026

Die DEL-Playoffs am Donnerstag Mannheim steht im Halbfinale, Straubing hält Serie gegen Berlin am Leben, München geht in Führung

Die Straubing Tigers jubeln über den 2:1-Siegtreffer gegen die Eisbären Berlin.
Foto: City-Press

Die Adler Mannheim stehen nach den Kölner Haien als zweiter Halbfinalist fest. In den Playoffs der PENNY DEL setzte sich Mannheim am Donnerstagabend knapp mit 4:3 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven durch, feierte so den vierten und entscheidenden Sieg. In die Verlängerung geht derweil die Serie zwischen den Straubing Tigers und den Eisbären Berlin. Straubing feierte durch einen Powerplay-Treffer von Elis Hede in der Overtime einen 2:1-Heimsieg, verkürzte in der Serie auf 2:3. Vorgelegt hat zudem der EHC Red Bull München. Gegen den ERC Ingolstadt gab es einen 6:3-Erfolg, mit einem Sieg in Ingolstadt könnte München am Samstag so das Halbfinale klar machen.

Ein hartes Stück Arbeit verrichten mussten die Adler Mannheim gegen Bremerhaven. Nach zuvor zwei klaren Heimsiegen (5:1 und 5:2) legten in der SAP-Arena am Donnerstagabend nach einem torlosen ersten Drittel die Gäste von der Küste vor. Kapitän Jan Urbas brauchte im zweiten Abschnitt nur 38 Sekunden, um mit einem platzierten Schuss Maximilian Franzreb im Adler-Tor zum ersten Mal zu überwinden. Andy Miele legte nach 36 Minuten dann gar den zweiten Treffer nach, ließ Bremerhaven auf ein weiteres Playoff-Heimspiel hoffen. Aber Mannheim kam zurück. Gerade einmal elf Sekunden brauchten die Gastgeber, um während einer Strafe gegen Leon Hungerecker wegen Beinstellens zum Anschluss zu kommen. Zach Solow traf zum 1:2, zehn Sekunden vor Drittelende glich Matthias Plachta für die Adler sogar noch aus.

Der Auftakt ins Schlussdrittel gehörte dann zunächst wieder Bremerhaven. Nicholas B. Jensen erzielte nach etwas mehr als einer Minute das 3:2 für die Gäste. Aber wieder war es eine Überzahlsituation, die Mannheim zurück ins Spiel brachte. Jensen (Beinstellen) und Matthew Abt (Spielverzögerungen) saßen draußen, mit zwei Spielern mehr auf dem Eis sorgte Nicolas Mattinen für das 3:3 der Adler. Knapp fünf Minuten vor dem Ende drehte Kris Bennett mit seinem 4:3 die Partie zum ersten Mal an diesem Abend komplett für die Mannheimer, schickte seine Mannschaft so mit einem 4:1-Serienerfolg ins Halbfinale. 

Die Spiele im Stenogramm (3 Einträge)

 


Mindestens ein weiteres Aufeinandertreffen gibt es derweil zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers. In einem umkämpften Spiel gewannen die Tigers am Donnerstagabend mit 2:1 nach Verlängerung, hielten ihre Hoffnung auf das Halbfinale so am Leben. Dabei hatte Eric Mik die Eisbären nach zehn Minuten zunächst in Führung gebracht (Straubings Danjo Leonhardt hatte die Scheibe unglücklich ins eigene Tor abgefälscht), Wade Allison glich die enge Partie auf Zuspiel von Mike Connolly nach 26 Minuten aber aus. Im Schlussdrittel verpasste Berlin im einzigen Powerplay der regulären Spielzeit die erneute Führung und kassierte in der Overtime dann den entscheidenden Treffer. Ausgerechnet Ty Ronning, bislang in der Serie so etwas wie der personifizierte Tigers-Schreck, saß wegen Beinstellens draußen. Straubing nutzte die Chance und Elis Hede versetzte den Pulverturm mit seinem Siegtreffer nach 67 Minuten in Ekstase. Mit einer Berliner 3:2-Führung in der Serie geht es nun in die nächste Partie am Samstag (16:30 Uhr).

Einen Schritt in Richtung Halbfinale hat auch der EHC Red Bull München gemacht. Ohne die gesperrten Fabio Wagner und Jeremy McKenna feierte München einen 6:3-Erfolg gegen Ingolstadt, stellte in der Serie auf 3:2. In einer deutlich disziplinierteren Partie als noch am Dienstagabend hatten Patrick Hager und Yasin Ehliz die Red Bulls im ersten Abschnitt in Führung gebracht, Philipp Krauß und Peter Abbandonato glichen im zweiten Drittel für Ingolstadt aber aus. Nur 28 Sekunden nach dem 2:2 sorgte Veit Oswald mit seinem 3:2 wieder für Jubel beim Großteil der über 10.000 Zuschauer im SAP-Garden. In einem wilden zweiten Drittel schlug Ingolstadt im Powerplay durch Riley Barber mit dem 3:3 zurück, kassierte kurz vor dem Ende aber noch das 3:4 durch Tobias Rieder. Alberts Smits legte für München im Schlussabschnitt das 5:3 nach. Ingolstadt ging früh ins Risiko, nahm Goalie Devin Williams schon fünfeinhalb Minuten vor Schluss vom Eis, wurde dafür aber nicht belohnt. Brady Ferguson traf nach 59 Minuten ins leere Tore, machte den dritten Münchener Sieg in der weiter torreichen Serie klar. Am Samstag (14 Uhr) könnte München in Ingolstadt mit einem Sieg nun das Halbfinale buchen.

Julian Kaiser


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Notizen

  • vor 5 Stunden
  • Stürmer Joseph Cramarossa, zuletzt bei den Augsburger Panthern, wechselt zum Villacher SV in die ICE Hockey League.
  • gestern
  • Das Trainerteam der Grizzlys Wolfsburg für die kommende Saison in der PENNY DEL ist komplett. Neben Headcoach Tyler Haskins und Co-Trainer Heiko Vogler bleibt auch Torwarttrainer Jonas Forsberg den Wolfsburgern erhalten. Der Schwede verlängerte seinen Vertrag bis 2028.
  • vor 4 Tagen
  • Riley Damiani hat einen neuen Club gefunden. Der kanadische Stürmer, zuletzt zwei Jahre bei den Augsburger Panthern in der PENNY DEL aktiv, spielt in der kommenden Saison beim Schweizer Zweitligisten HC La Chaux-de-Fonds.
  • vor 6 Tagen
  • Die Frauen des ECDC Memmingen Indians verlieren nach dem erneuten Titelgewinn eine talentierte Stürmerin. Die 16-jährige Juniorennationalspielerin Victoria Butuzov schließt sich dem Schweizer Vizemeister SC Bern an.
  • vor 6 Tagen
  • Verteidiger Marian Bauer und Torhüter Finn Becker erhalten von DEL2-Club Eisbären Regensburg eine Förderlizenz. Sie stehen bei DEL-Club Iserlohn Roosters unter Vertrag.
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