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Montag, 16. März 2026

Best-of-three-Duelle um das Viertelfinale Torhüter im Fokus: Bremerhaven und Nürnberg eröffnen die erste Playoff-Runde, Wolfsburg empfängt Schwenningen

Keeper Kristers Gudlevskis hat sich bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven nach langer Verletzungspause in starker Form zurückgemeldet. Wird der 33-jährige Lette in der Erstrundenserie gegen die Nürnberg Ice Tigers zum Schlüsselspieler?
Foto: IMAGO/Zink

War das bereits ein Vorgeschmack auf die Dramatik der DEL-Playoffs? Exakt 6,7 Sekunden (!) vor dem Ende der regulären Spielzeit erzielten die Grizzlys Wolfsburg am Sonntag beim Hauptrundenfinale in Augsburg den Ausgleich beim späteren 6:5-Shootout-Sieg – und genau dieses 5:5 durch Gemel Smith war es, welches den Grizzlys das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde sicherte. Bevor die Best-of-three-Serie gegen die Schwenninger Wild Wings am Mittwoch (19.30 Uhr; live bei MagentaSport) beginnt, wird die Endrunde indes schon 24 Stunden zuvor in Bremerhaven eröffnet.

Dort empfangen die Fischtown Pinguins die Nürnberg Ice Tigers (live bei MagentaSport und im Free-TV bei DF1) – und nicht nur 15 Punkte mehr im Grunddurchgang sprechen dafür, dass sich die Norddeutschen wie bereits 2023 in der ersten Playoff-Runde gegen die Franken durchsetzen können. Bremerhaven dürfte trotz der verpassten Top Sechs nach drei Dreiern mit insgesamt 17:5 Toren mit reichlich Selbstvertrauen aus dem Hauptrundenendspurt kommen, hat die etwas besseren Special Teams und darüber hinaus mit dem nach langer Verletzungspause imposant zurückgekehrten Kristers Gudlevskis einen Top-Keeper in Topform, während die Torhüterfrage bei den Ice Tigers ungeklärt ist, nachdem Evan Fitzpatrick mehrere Bewährungschancen zuletzt nicht nachhaltig nutzte und damit die Tür für Routinier Niklas Treutle weiter öffnete. Zudem haben die Fischtown Pinguins die jüngsten beiden Direktduelle gewonnen, zuletzt erst am Freitag mit 6:4 in Nürnberg. Können die Ice Tigers um Liga-Top-Scorer Evan Barratt dennoch überraschen?

Die Schlussmänner im Fokus – das dürfte im Übrigen auch für die Serie zwischen Wolfsburg und Schwenningen gelten, wobei die Ausgangslage eine andere ist als zwischen Bremerhaven und Nürnberg. Denn sowohl Grizzly Dustin Strahlmeier als auch Wild Wing Joacim Eriksson zählen zum oberen Regal der DEL-Goalies und haben in der laufenden Spielzeit nach jeweils durchwachsener Vorsaison ihre Form wiedergefunden. Entscheidet dieses hochkarätige Duell ein auf dem Papier in vielen Bereichen ausgeglichenes Matchup? Nicht allein, geht es nach Steve Walker: „In den Playoffs wird es entscheidend sein, diszipliniert zu agieren und nur wenig Strafen abzugeben“, sagt Schwenningens Chefcoach, dessen Mannschaft während der Hauptrunde in den Special Teams deutlich schlechter abschnitt als die starken Niedersachsen. „Darüber hinaus müssen wir die Scheibe häufiger aufs Tor bringen und versuchen, auch die dreckigen Tore zu erzielen.“ Mut machen darf Walker & Co. die Saisonbilanz: Nach einer 1:4-Niederlage in Wolfsburg Ende September siegten die Wild Wings dreimal in Folge knapp.

Ein weiterer Erfolg, und schon würde Walkers Schützlingen nur noch ein Sieg zum Viertelfinaleinzug fehlen. Nach dem Playoff-Auftakt am Dienstag und Mittwoch werden die beiden Serien am Freitagabend jeweils beim in der Hauptrunde schlechter platzierten Club fortgesetzt, die etwaigen dritten Duelle sind für Sonntagnachmittag angesetzt. Dass beide Serien der ersten Runde in Spiel 3 gingen, gab es im Übrigen aber schon seit elf Jahren nicht mehr.

Stefan Wasmer

 

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE


Dienstag, 17. März

19.30 Bremerhaven  Nürnberg 1.77|4.40|3.60
  

Mittwoch, 18. März

19.30 Wolfsburg  Schwenningen 1.90|4.20|3.30


(Stand: 16.03.2026, 15.30 Uhr)

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Notizen

  • vor 38 Tagen
  • Zwei weitere Abgänge beim DEL2-Absteiger ESV Kaufbeuren: Der 19 Jahre alte Torhüter Clemens Schulz und der gleichaltrige Stürmer Martin Kaaz, die in der abgelaufenen Saison ihr DEL2-Debüt feierten, werden sich neuen Clubs anschließen.
  • vor 38 Tagen
  • Für Philipp Preto ist der Traum von der WM-Teilnahme geplatzt. Der 25 Jahre alte Verteidiger des ERC Ingolstadt zog sich am Samstag beim Testspiel der DEB-Auswahl gegen Österreich (5:2) im letzten Drittel eine Fußverletzung zu, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzt.
  • vor 40 Tagen
  • Die Tölzer Löwen haben den Vertrag mit Eigengewächs Simon Manhart verlängert. Der 20 Jahre alte Defensivverteidiger hatte eine starke Debütsaison beim Süd-Oberligisten hingelegt.
  • vor 42 Tagen
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 42 Tagen
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
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