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Donnerstag, 16. April 2026

Vor dem 5. Halbfinalspieltag Hager sieht in der K.o.-Phase schwindenden Heimvorteil, Kölns schwarze Playoffs-Serie in Berlin hält seit 2016

Patrick Hager (rechts) hat es am Freitagabend wieder mit Mannheims Luke Esposito zu tun, dann allerdings im weißen Trikot der Gastmannschaft.
Foto: City-Press

Wenn es mal wieder länger dauert, läuft das Halbfinale der PENNY DEL. Drei der acht bisherigen Partien hatten nach den regulären 60 Spielminuten noch keinen Sieger. Nach zweimal Drama in der Serie zwischen den Adler Mannheim und dem EHC Red Bull München war am Mittwochabend die Parallelserie dran – und Dominik Bokk traf für die Kölner Haie zum Sieg über die Eisbären Berlin. Er las die Situation richtig, sah, dass Platz war, erzählte er: „Da habe ich mir direkt gedacht, dass ich genau das mache.“ In Richtung Tor ziehen, abziehen. „Zum Glück hat der Schuss genau gepasst.“

Auffällig im diesjährigen Halbfinale auch: Siebenmal in acht Spielen gewann die Heimmannschaft. Doch am Freitagabend (19.30 Uhr, SAP Arena Mannheim) muss ein Auswärtssieg her für die Münchener. Sie stehen mit einem 1:3-Serienrückstand mit dem Rücken zur Wand, ansonsten beginnt für sie die Sommerpause. EHC-Kapitän Patrick Hager meint: „Mit der Situation musst du umgehen können, auch mental. Wir stellen uns auf einen heißen Kampf in Mannheim ein.“ In Spiel fünf, gibt Hager die Marschroute vor, wollen die Münchner „Mannheim ein bisschen mehr in die Defensive zwingen“.

Gibt es denn einen Heimvorteil in den Playoffs? Hager ist der Rekordpunktesammler in der Playoffgeschichte der DEL (96 Punkte), nur zwei Spieler haben mehr Playoffspiele bestritten als er. Der Mittelstürmer denkt zu einem etwaigen Heimvorteil: „Speziell am Anfang der Serie schon, doch je länger sie geht, desto besser kennt man sich (unter den Mannschaften; die Redaktion) und umso unwichtiger ist es, auf welchem Eis du stehst.“ Vielleicht kriege man als Heimteam den einen Schiedsrichterpfiff mehr, „wenn das ganze Stadion schreit und es wilder wird. Das könnte ein Vorteil sein.“

Bei Köln gegen Berlin steht es in der Serie 2:2. Gefühlt läuft Köln trotz des Hauptrundensieges hinterher, da wegen der Hallensituation in den Playoffs stets der Gegner in der Serie erst mal Heimrecht hat. In der Arena am Berliner Ostbahnhof haben die Haie in den Playoffs seit dem Viertelfinale 2016 nicht mehr gewonnen – nicht im Vorjahresfinale und auch nicht 2022 in der Runde der besten Acht. Allerdings hat Kari Jalonens Mannschaft bei maximal drei ausstehenden Spielen noch zweimal Heimrecht – und zuhause läuft es ja gut. Holen die Haie immer ihr Heimspiel, ziehen sie ins Finale ein. Haie-Trainer Kari Jalonen meint, dass sei Team an den Auswärtsspielen „gewachsen" sei.

Kurios, das würde man ob dieses Halbfinales kaum vermuten: In der Hauptrunde spielte der Heimvorteil in diesem Duell überhaupt keine Rolle – da gewann stets das Auswärtsteam.

Martin Wimösterer


Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE

19:00 Mannheim - München 2.20|4.00|2.70
19:30 Berlin - Köln 2.25|2.00|2.65

 

(Stand: 16.04.2026, 16.20 Uhr)

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Notizen

  • vor 37 Tagen
  • Zwei weitere Abgänge beim DEL2-Absteiger ESV Kaufbeuren: Der 19 Jahre alte Torhüter Clemens Schulz und der gleichaltrige Stürmer Martin Kaaz, die in der abgelaufenen Saison ihr DEL2-Debüt feierten, werden sich neuen Clubs anschließen.
  • vor 37 Tagen
  • Für Philipp Preto ist der Traum von der WM-Teilnahme geplatzt. Der 25 Jahre alte Verteidiger des ERC Ingolstadt zog sich am Samstag beim Testspiel der DEB-Auswahl gegen Österreich (5:2) im letzten Drittel eine Fußverletzung zu, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzt.
  • vor 38 Tagen
  • Die Tölzer Löwen haben den Vertrag mit Eigengewächs Simon Manhart verlängert. Der 20 Jahre alte Defensivverteidiger hatte eine starke Debütsaison beim Süd-Oberligisten hingelegt.
  • vor 40 Tagen
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 41 Tagen
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
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