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Mittwoch, 19. November 2025

Die Champions Hockey League am Mittwoch ERC Ingolstadt steht erstmals im CHL-Viertelfinale – Bremerhaven bringt Vorrundenprimus ins Wanken, scheidet aber aus

Im CHL-Achtelfinalrückspiel in Salzburg war vor Nico Pertuch (20) eine Menge los. Der Youngster im Ingolstädter Tor hatte am Weiterkommen seines Teams einen großen Anteil.
Foto: IMAGO/GEPA pictures/Mathias Mandl

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven sind im Achtelfinale der Champions Hockey League ausgeschieden. Nach der knappen Heimniederlage (2:3) im ersten Duell gegen Ilves Tampere hielt die Mannschaft von Chefcoach Alexander Sulzer die Chance auf den erneuten Einzug in die Runde der letzten Acht im Rückspiel beim CHL-Vorrundenprimus lange am Leben, sie verlor letztlich aber auch den zweiten Vergleich gegen die Finnen – mit 2:5 nach dem Spielverlauf allerdings zu deutlich. Maximal unglücklich lief für die Fischtown Pinguins dabei insbesondere das Schlussdrittel. Als Nico Krämmer zum 3:3 abstaubte, fehlte Bremerhaven vermeintlich nur noch ein Treffer zur Overtime, doch die Referees Tomas Mejzlik und Jiri Ondracek verweigerten Krämmers Tor die Anerkennung, weil Andy Miele mit Ilves-Keeper Dominik Pavlat kollidiert war – jedoch wohlgemerkt außerhalb des Torraums. Wenig später verursachte Leon Hungerecker das vorentscheidende 2:4, die vom Gäste-Goalie schlecht gespielte Puck landete genau auf dem Schläger von Jens Lööke (53.).

Bereits im zweiten Abschnitt hatten die Fischtown Pinguins das Scheibenglück nicht auf ihrer Seite gehabt. Nach einem schwachen, weil nicht intensiv genug geführten Auftaktdurchgang egalisierten die Norddeutschen im mittleren Durchgang dank einer imposanten Leistungs- und Temposteigerung zwar den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand, sie verpassten es trotz bester Chancen jedoch, sogar in Führung zu gehen und damit das Gesamtresultat auszugleichen – unter anderem scheiterte Akito Hirose am Pfosten. Stattdessen lief Bremerhaven wenige Sekunden vor der Pause in einen Konter und kassierte das 2:3. Im Schlussdrittel erspielten sich die Fischtown Pinguins daraufhin trotz starkem Kampf nicht mehr ganz so viele Tormöglichkeiten wie in den zweiten 20 Minuten, Krämmers vermeintliches 3:3 hätte dennoch für eine dramatische Schlussphase sorgen können. Doch letztlich musste sich Sulzer mit einem „wirklich guten Eishockeyspiel von uns“ ohne zählbaren Ertrag begnügen. 

Die Spielstenogramme (2 Einträge)

 

 

Der ERC Ingolstadt hat hingegen trotz einer 3:4-Niederlage beim EC Red Bull Salzburg erstmals das CHL-Viertelfinale erreicht. Ohne zahlreiche Stammkräfte (Alex Breton, Leon Hüttl, Morgan Ellis, Daniel Pietta, Myles Powell) hatten die Schanzer nach dem auch in der Höhe verdienten Hinspiel-Erfolg (6:2) diesmal zwar deutlich mehr Schwierigkeiten mit klar verbesserten Salzburgern, Youngster Nico Pertuch im oberbayerischen Gehäuse war – wenn auch an zumindest einem Gegentreffer nicht gänzlich unbeteiligt – bei den vielen Gelegenheiten der Österreicher aber wiederholt mit spektakulären Paraden zur Stelle und steigerte sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr. Auch deshalb kam Salzburg trotz der Ingolstädter Defensivwackler und Fehler im Spielaufbau mit Blick auf das Gesamtresultat nie näher als auf zwei Tore heran. In der Runde der letzten Acht trifft das Team von Trainer Mark French nun auf CHL-Rekordsieger Frölunda Göteborg.

Die drei übrigen Viertelfinalduelle (Hinspiele: 2./3. Dezember; Rückspiele: 16. Dezember) bestreiten Bremerhaven-Bezwinger Ilves Tampere gegen Luleå (Schweden), Zug (Schweiz) gegen Lukko Rauma (Finnland) sowie Brynäs (Schweden) gegen KalPa Kuopio (Finnland). KalPa eliminierte im dritten Match des Mittwochs Titelverteidiger ZSC Lions mit einem 4:2-Heimsieg, nachdem das Hinspiel in Zürich mit einem Unentschieden (4:4) geendet hatte. Drei Treffer im Mitteldrittel, darunter ein Doppelpack von Olympiasieger und Weltmeister Teemu Hartikainen, ebneten KalPa dabei den Weg zur Überraschung.    

Stefan Wasmer


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Notizen

  • vor 38 Tagen
  • Zwei weitere Abgänge beim DEL2-Absteiger ESV Kaufbeuren: Der 19 Jahre alte Torhüter Clemens Schulz und der gleichaltrige Stürmer Martin Kaaz, die in der abgelaufenen Saison ihr DEL2-Debüt feierten, werden sich neuen Clubs anschließen.
  • vor 38 Tagen
  • Für Philipp Preto ist der Traum von der WM-Teilnahme geplatzt. Der 25 Jahre alte Verteidiger des ERC Ingolstadt zog sich am Samstag beim Testspiel der DEB-Auswahl gegen Österreich (5:2) im letzten Drittel eine Fußverletzung zu, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzt.
  • vor 39 Tagen
  • Die Tölzer Löwen haben den Vertrag mit Eigengewächs Simon Manhart verlängert. Der 20 Jahre alte Defensivverteidiger hatte eine starke Debütsaison beim Süd-Oberligisten hingelegt.
  • vor 41 Tagen
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 42 Tagen
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
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