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Samstag, 25. April 2026

Heimvorteil bei Berlin Vor dem zweiten Finalspiel: Verfahren gegen Kai Wissmann eingestellt, Dallas Eakins erwartet „lange Serie“

Kai Wissmann hatte im ersten Finalspiel in Folge eines Bandenchecks eine große Strafe erhalten. Er kann im zweiten Spiel aber spielen - der Disziplinarausschuss stellte das Verfahren gegen Berlins Kapitän ein.
Foto: City-Press

Das Finale in der PENNY DEL läuft – und allein Spiel eins am Freitagabend hat in mehreren Facetten gezeigt, warum die Ansetzung das Prädikat „Klassiker“ trägt. Die Eisbären Berlin haben durch einen 7:3-Sieg bei den Adler Mannheim den Heimvorteil an sich gerissen. Am Sonntag (16.30 Uhr, live bei DF1 und MagentaSport) empfangen sie nun die Adler Mannheim im Stadion am Berliner Ostbahnhof, der Uber Arena.

Das Spiel bot einigen Gesprächsstoff. Für die Trainer zum Beispiel. Serge Aubin vom Sieger Berlin war bis auf das exzellente Drittel nur geteilt einverstanden mit dem Auftritt seines Teams. Ja, mit der Kaltschnäuzigkeit (fast jeder vierte Schuss saß) war er es. „Du kannst im Schlussdrittel nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen – die Wettkampfhärte (im Finale; die Redaktion) ist dafür zu stark“, sagte er und fügte an: „Wir haben mehr in uns.“

Dallas Eakins, der Trainer des Auftaktverlierers, war wiederum stolz darauf, dass seine Spieler „sich nicht dazu entschieden haben, sanft in den Abend zu verabschieden. Zumindest haben wir zurückgekämpft, es ist gut, ein Drittel zu gewinnen.“ Der Abend sei nicht der Abend der Adler gewesen – was auch im Powerplay, eigentlich eine Waffe der Adler, zu sehen war. In der Hauptrunde und in den Playoffs zuvor hatte Mannheim noch mehr als jedes vierte Powerplay in ein Tor verwandelt, im ersten Finalspiel selbst in fünfminütiger Überzahl nicht getroffen.

Unklar ist – die Teams äußern sich in den Playoffs nur in Ausnahmefällen zu verletzten –, ob Justin Schütz und Leon Gawanke am Sonntag für die Adler antreten werden. Beide gingen mit Blessuren vom Eis. Stürmer Schütz war den Bildern nach umgeknickt, Verteidiger Gawanke hatte einen Check gegen die Bande durch Kai Wissmann bekommen. Berlins Kapitän wurde dafür zum Duschen geschickt. Der DEL-Disziplinarausschuss hat das Verfahren gegen Wissmann eingestellt, der Verteidiger kann somit spielen. Das berichteten zuerst der Mannheimer Morgen und die Bild-Zeitung, die PENNY DEL bestätigte dies am Samstagnachmittag auf Anfrage.

Mannheim gegen Berlin – ein Klassiker. Einer, in dem die Eisbären über die Jahre ein Schreckgespenst für die Adler geworden sind. Die Adler gewannen die ersten drei der zehn bisherigen Playoff-Serienduelle, die letzte im Jahr 2002. Seither hat Berlin sieben Serien gegen die Adler gewonnen. Eakins vermutet, dass das Finale 2026 „eine lange Serie“ werde. Klar ist jedoch: Der Negativlauf der Adler gegen die Eisbären reißt nur, wenn die Adler nun zumindest einmal auch in Berlin gewinnen. Der letzte Sieg der Adler in Berlin ist, Playoffs inclusive, bereits über zwei Jahre her. Neue Chance: am Sonntag, 16.30 Uhr.

Martin Wimösterer

Das Finale mit den Quoten von INTERWETTEN.DE

Spiel 2, 26.04.2026

16:30 Berlin - Mannheim 2.00|4.10|3.10


(Stand: 25.04.2026, 18.33 Uhr)

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Notizen

  • vor 37 Tagen
  • Zwei weitere Abgänge beim DEL2-Absteiger ESV Kaufbeuren: Der 19 Jahre alte Torhüter Clemens Schulz und der gleichaltrige Stürmer Martin Kaaz, die in der abgelaufenen Saison ihr DEL2-Debüt feierten, werden sich neuen Clubs anschließen.
  • vor 37 Tagen
  • Für Philipp Preto ist der Traum von der WM-Teilnahme geplatzt. Der 25 Jahre alte Verteidiger des ERC Ingolstadt zog sich am Samstag beim Testspiel der DEB-Auswahl gegen Österreich (5:2) im letzten Drittel eine Fußverletzung zu, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzt.
  • vor 39 Tagen
  • Die Tölzer Löwen haben den Vertrag mit Eigengewächs Simon Manhart verlängert. Der 20 Jahre alte Defensivverteidiger hatte eine starke Debütsaison beim Süd-Oberligisten hingelegt.
  • vor 40 Tagen
  • Stürmer Julian Chrobot muss für die weitere dritte Phase der WM-Vorbereitung passen. Grund dafür ist eine Fingerverletzung, teilt der Deutsche Eishockey-Bund mit.
  • vor 41 Tagen
  • Die Löwen Frankfurt aus der PENNY DEL haben mit Matthias Ott einen neuen Athletiktrainer präsentiert. Der 44-Jährige war zuletzt seit Sommer 2023 für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig, sammelte beim EC Bad Nauheim (bis 2018) allerdings auch bereits Erfahrungen im Eishockey.
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