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Mittwoch, 25. März 2026

DEL2-Drama am Dienstag Zweiter Aufreger in Weißwasser: Huskies-Besuch in der Schiedsrichterkabine

Gesprächsbedarf gab es offensichtlich vor, während und nach des vierten Spiels der DEL2-Viertelfinalserie zwischen Weißwasser und Kassel am Dienstagabend.
Foto: Thomas Heide

Weiterer Aufreger beim DEL2-Playoff-Spiel in Weißwasser am Dienstag: Neben der Strafanzeige gegen Huskies-Trainer Todd Woodcroft wurde auch ein Besuch der Huskies-Verantwortlichen in der Schiedsrichterkabine vor dem Spiel zum heißen Gesprächsthema. Demnach sollen Kassels Trainer Todd Woodcroft und Kassels Sportdirektor Daniel Kreutzer bei den Referees gewesen sein, niemand aber von den Lausitzer Füchsen. „Grundsätzlich entscheiden die Schiedsrichter, wer die Schiri-Kabine betreten darf und wer nicht. Verschaffen sich Club-Offizielle den Zutritt ohne die Zustimmung der Schiedsrichter, muss das entsprechend geahndet und durch eine Zusatzmeldung im Spielbericht vermerkt werden. Dies wäre dann ein Verstoß gegen die Richtlinien der DEL2. Das ist im konkreten Fall nicht erfolgt. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Schiedsrichter zugestimmt haben“, erklärte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch auf Nachfrage von Eishockey NEWS, merkte allerdings auch an: „Ein solcher einseitiger Austausch im Rahmen einer Playoff-Serie ist jedoch äußerst ungünstig. Wenn man schon in ein solches Gespräch geht, wäre es sicher ideal gewesen, die Verantwortlichen des anderen Clubs hinzuzuziehen. Hier muss das Schiedsrichterwesen sicher nochmal nachbessern.“

Über den einseitigen Besuch in der Schiedsrichterkabine echauffierte sich auch Weißwassers Geschäftsführer Dirk Rohrbach in einem Video-Statement beim Mitteldeutschen Rundfunk: „Grundsätzlich ist das ein 'No-Go', ein ungeschriebenes Gesetz. Wenn man zu den Schiedsrichtern geht, dann nimmt man beide Teams mit.“ Da dies nicht geschehen war, war Rohrbachs Schlussfolgerung eine Einflussnahme: „Das darf natürlich nicht passieren. Gerhard Müller, Schiedsrichter-Beobachter des Deutschen Eishockey-Bundes, war vor Ort und hat das zur Kenntnis genommen. Das sind Sachen, die nicht passieren dürfen und ausgewertet werden müssen.“ Rohrbach sprach in Anbetracht einiger umstrittener Entscheidungen im hitzigen Spiel zudem von einer „Kettenreaktion“. Die Huskies nahmen am späten Mittwochnachmittag noch einmal Stellung zur Situation vor dem Spiel: „Der Vorwurf einer unzulässigen Einflussnahme auf Spieloffizielle entbehrt jeder Grundlage. Der erfolgte Austausch zwischen Clubs und Offiziellen im Vorfeld von Spielen ist üblich und erfolgte, wie stets, im Rahmen der geltenden Regularien.“

Gordon Schukies, vom DEB zugeteilter Schiedsrichterbeauftragter für die DEL2, sagte auf Anfrage von Eishockey NEWS am Mittwoch zu den Vorkommnissen in Weißwasser: „Das ist alles ein schmaler Grat. Was ist noch normale, lockere Kommunikation? Und wo beginnt Gamesmanship, also die Beeinflussung von Offiziellen?“ Er bestätigte, dass sowohl Daniel Kreutzer, Sportlicher Leiter der Huskies, als auch Kassels Coach Woodcroft vor der Partie in der Schiedsrichterkabine waren. Das Refereegespann hatte den Huskies-Verantwortlichen auf deren Bitte für einen Austausch vor dem Spiel Zutritt gewährt und diesen Austausch später dann – ebenfalls noch vor Spielbeginn – auch dem dabei nicht anwesenden Weißwasseraner Cheftrainer Christof Kreutzer gemeldet. „Ich kann die Schiedsrichter auch verstehen, dass sie die Huskies-Verantwortlichen an der Tür nicht sofort abgewiesen haben. Wir stehen ja grundsätzlich für Kommunikation mit den Sportlich Verantwortlichen. Wir wollen offen und transparent sein – und es war ja keine Situation nach der Partie, bei der irgendjemand seinen Frust an den Schiedsrichtern auslassen wollte.“ Allgemein bewertete Schukies die Leistung der beiden Hauptschiedsrichter David Cespiva und Achim Moosberger am Dienstagabend in Weißwasser so: „Ich habe zwei oder drei Entscheidungen gesehen, die man hätte besser bewerten können. Aber weder die Schiedsrichter noch die Spieler oder Teams sind perfekt.“

Tim Heß/Sebastian Groß


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Notizen

  • vor 14 Stunden
  • Stürmer Joseph Cramarossa, zuletzt bei den Augsburger Panthern, wechselt zum Villacher SV in die ICE Hockey League.
  • gestern
  • Das Trainerteam der Grizzlys Wolfsburg für die kommende Saison in der PENNY DEL ist komplett. Neben Headcoach Tyler Haskins und Co-Trainer Heiko Vogler bleibt auch Torwarttrainer Jonas Forsberg den Wolfsburgern erhalten. Der Schwede verlängerte seinen Vertrag bis 2028.
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  • Die Frauen des ECDC Memmingen Indians verlieren nach dem erneuten Titelgewinn eine talentierte Stürmerin. Die 16-jährige Juniorennationalspielerin Victoria Butuzov schließt sich dem Schweizer Vizemeister SC Bern an.
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  • Verteidiger Marian Bauer und Torhüter Finn Becker erhalten von DEL2-Club Eisbären Regensburg eine Förderlizenz. Sie stehen bei DEL-Club Iserlohn Roosters unter Vertrag.
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